Sozialeinrichtungen von der kostensatzfinanzierten Pflege zu profitablen Unternehmen der Sozialwirtschaft

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Soziale Einrichtungen im Wandel

Informationen und Hintergründe zu den Veränderungen, die - per Gesetz eingeleitet - soziale Einrichtungen wie Werkstätten und Wohneinrichtungen für Behinderte vor große Herausforderungen stellen. Die Situation wird insbesondere aus Sicht der sozialen Einrichtungen betrachtet mit dem Ziel, Ansätze für positive Veränderungen mit den gesetzten Rahmenbedingungen zu zeigen.

Entstehung der Sozialeinrichtungen

Soziale Leistungsträger in Deutschland sind in der Mehrzahl traditionell organisch gewachsene Sozialeinrichtungen, die in den 1960er und 70er Jahren entstanden sind. Oft waren es Initiativen von Eltern und Betroffenen, die Hilfsformen entwickelt haben und von Einzeleinrichtungen zu komplexen Sozialanbietern gewachsen sind.

In der Regel sind daraus kostensatzfinanzierte Sozialhilfeleistungen geworden, die bis heute hochwertige Komplexangebote für die örtliche und überörtliche Kostenträgerschaft darstellen. Für den Hilfebedürftigen wurde auf diese Weise oft ein Standardangebot als „Rundum Sorglos Betreuungsleistung“ geschaffen, das den jeweiligen Hilfebedarf abdeckte.

Die Kostensätze wurden über Verhandlungen bis 1995 regelmäßig an die allgemeine Kostensteigerung angepasst, so dass diese z.B. mit den Tarifsteigerungen des BAT Schritt halten konnten. Somit konnte das Angebot entsprechend Qualitativ und Quantitativ gehalten werden.

Beginnende Veränderung

Aus verschiedenen Gründen sind die Finanzierungswege der Sozialen Einrichtungen in Deutschland seit Jahren in einem grundlegenden Wandel, der gravierende Veränderungen in Strukturen, Geschäftsmodellen und Abläufen der sozialen Einrichtungen zur Folge hat. Das „persönliche Budget“ der Hilfebedürftigen und die „Inklusion“ von Menschen mit Handicap sind Merkmale dieser Neudefinition.